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Wortlaut dieses Artikels:
Raddusch. "Im Sitzen pilgert es sich am besten", ruft einer der beiden Mitelalter-Unterhaltungskünstler von "Wildwuchs" verständnisvoll dem Publikum zu, das sich am bisher wohl heißesten Tag dieses Sommers im Innenhof des slawischen Burgwalls ein schattiges Plätzchen gesucht hatte, bevor er mit seinen Kollegen ein traditionelles Pilgerlied anstimmt. Die Slawenburg Raddusch feiert an diesem Sommer-Sonnabend ihr zweijähriges Bestehen. Zwei Stunden zuvor, am frühen Nachmittag, hatten die jüngsten Gäste den Wildwüchslern bei dem Theaterstück "Ofen, Glut und Drachenblut" ganz begeistert geholfen, einen imposanten Drachen zu zähmen. Neben "Wildwuchs" haben bereits zahlreiche Akteure im Innenhof der Radduscher Slawenburg Quartier bezogen, um der Burg gemeinsam einen anspruchsvollen zweiten Geburtstag zu gestalten. "Steinzeit anders erleben" nennt der Vetschauer Norbert Marx all das, was er den Besuchern zum Anschauen und Probieren mitgebracht hat. Durch seine Leidenschaft für das Leben der Indianer ist er vor etwa zehn Jahren auf deren Steinwerkzeuge gestoßen. "Die Menschen der Steinzeit waren Kunsthandwerker", weiß er heute und zeigt zum Slawenburg-Geburtstag eine ansehnliche Auswahl an zum Teil selbst hergestellten Werkzeugen, darunter Abschlagsklingen von Kernsteinen und Klingen für Erntemesser. Solche Dinge in Vitrinen anzuschauen, sei bei weitem nicht so spannend, wie sie anzufassen und ihre Funktion selbst zu probieren, sagt Marx. Das sehen auch die Gäste des Festes so und nehmen die Informationen rund ums damalige Handwerk und ums Feuermachen gerne auf. Zimmermann Ralf Röhr und der Beinschnitzer Frank Germann, Ukranenland (historische Werkstätten Torgelow) sind auch hier. So lebendig wie an diesem Sonnabend ist der Hof der Burg nur wenige Male im Jahr. "Die Besucher hätten gern viel mehr zum Probieren und Mitmachen und das nicht nur heute", so Slawenburg-Chefin Harriet Bönisch. Das sei für den Förderverein, den Träger der Burg, aber eine finanzielle Frage. Das Feiern des zweiten Geburtstages rufe in ihr ein gewisses Erfolgsgefühl hervor, so Bönisch. Dass die Einrichtung mittlerweile zum geschichtlichen Grundwissen eines jeden Kindes beitrage, sei nicht von der Hand zu weisen. Immer wieder melden sich Schulklassen an, um sich durch die spannende Ausstellung führen zu lassen und sich in diesem Zusammenhang auch in die Hände der seit Januar angestellten Museumspädagogin Doreen Götzen zu begeben. Seit dem Wochenende verfügt sie zudem über eigene Räume im Obergeschoß der Burg. Wie dankbar Kinder auf die interessante Vermittlung von historischen Hintergrründen reagieren, beweißt Böhnischs Tochter Elisabeth. Die Neunjährige findet es toll, auf Muttis Arbeit immer mal wieder durch die Ausstellung zu schnuppern und hat hier und da schon ihre Lieblingsecken. Auch zum Geburtstagsfest stromert sie mit ihrem großen Bruder Lukas mittenmang der Gäste und lässt sich gemeinsam mit ihm von der Museumspädagogin zu kleinen handwerklichen Versuchen animieren. Bei langsam abkühlenden Temperaturen bauen "Open Folk", eine eigens aus Warschau angereiste Band, ihre Instrumente auf. Seit den achtziger Jahren präsentieren sie erfolgreich traditionelle Musik auf etwas besondere Art. Ein toller Tag, ein schöner Ausklang.
Lausitzer Rundschau/Kathrin Schreier
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Herstellung von Feuersteinabschlägen |
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1. Schritt |
2. Schritt |
3. Schritt |
4. Schritt |
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fertige Feuersteinabschläge
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Der Arbeitsplatz unseres Freundes Andreas Benke: "Mammutjägerprojekt"
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experimentelle Archäologie |
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Feuer bohren (Schritt1) |
Feuer bohren (Schritt2) |
Feuer bohren (Schritt3) |
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Feuersteindrillbohrer - durch Kalkstein bohren |
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Steinzeitflöten |
Steinzeitdolche |
Steinzeitsicheln |
verschiedene Speere |
angefertigte Stücke aus Feuerstein |
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