Ich spiele natürlich auch auf meinen, selbst hergestellten, Flöten und Whistles.






Herstellung einer Flöte - Siyotanka

Zur Herstellung einer Flöte benötigt man gerade gewachsenes Holz von ungefähr 60-70 cm Länge. Es können verschiedene Holzarten verwendet werden, wie zum Beispiel Holunder, Wildkirsche, rote Zeder oder andere Hölzer mit gerader Maserung.
Das Holz wird etwas länger geschnitten, als es später benötigt wird. Als nächstes muss es sofort gespalten und die beiden Hälften wieder zusammengebunden werden. Dadurch reißt und verzieht sich das Holz nicht. Nun werden die Teile 2-3 Jahre gelagert, je nach verwendetem Durchmesser des Holzes.
Ist das Holz genügend abgelagert, können die beiden Hälften ausgehöhlt werden. Es müssen zwei Kammern in jeder Hälfte entstehen. In beiden Teilen bleibt ein Steg stehen - es besteht keine durchgehende Aushöhlung. Die Luft zum erzeugen des Tones wird oberhalb der einen Hälfte an die scharfe viereckigen Holzkante geleitet. Links und rechts des Steges werden zwei kleine viereckige Löcher gefertigt. Die Fingerlöcher werden auch gleich gebohrt. Beiden Hälften werden nun miteinander verleimt. Mit vier Rohhaut- oder Lederschnüren werden die beiden Hälften zusätzlich gesichert, um eine bleibende luftdichte Verbindung zu schaffen.
Ein Birkenrindenblättchen verbindet die beiden Luftlöcher.
Als Aufsatz verwendeten die Indianer von je her verschiedene Lieblingstiere oder die Nachbildung eines Berges. Der Aufsatz schließt den Kanal, der durch das Birkenrindenblättchen entstanden ist und leitet die Luft gegen die scharfe Kante, wo der Ton erzeugt wird.
Das Flötenende ist unterschiedlich. Die Nachbildung eines Spechtkopfes erinnert an den Vogel als Helfer, der den Menschen im Traum die erste Bauanleitung für eine Flöte übermittelte. Durch einen Kranichkopf erinnert das Spielen auf dieser Flöte an den Balztanz eben jener Vögel.